blog: Selbsthosting
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title: Selbst-Hosting
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date: 2024-12-28T07:22:14+01:00
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description:
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- nixos
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- selfhosting
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- git
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draft: true
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Seit etwa 2020 war ich fasziniert von der Idee, einen _eigenen Server_ zu haben. Vor allem auf Reddit hatte ich viel darüber gelesen, z. B. auf [r/selfhosted](https://www.reddit.com/r/selfhosted) und [r/homelab](https://www.reddit.com/r/homelab). Lange hatte ich weder Zeit noch Geld für solch ein Projekt. Im April 2024 habe ich mir aber dann endlich einen kleinen PC gekauft, einen gebrauchten Mini-PC. Später habe ich mir dazu noch eine 8 TB Festplatte gekauft. Bisher nutze ich diesen Server zwar relativ wenig, aber ich habe in den letzten 8 Monaten sehr viel dazugelernt.
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## Hardware
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- HP EliteDesk 800 G2 Desktop Mini
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- i5-6500 3,2 Ghz
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- 16 GB RAM
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- 512 GB SSD
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- Preis: 90 €
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- Western Digital My Book USB 3.0
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- 8 TB HDD
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- Preis: 150 €
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## Software
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- [NixOS](#nixos)
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- [Tailscale](#tailscale)
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- [Jellyfin](#jellyfin)
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- [NextCloud](#nextcloud)
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### NixOS
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[GitHub](https://github.com/jukremer/nix-config)
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### Tailscale
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### Jellyfin
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### NextCloud
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content/posts/selbsthosting.md
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title: Selbsthosting
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date: 2024-12-28T07:22:14+01:00
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description: Kleiner Computer, große Pläne
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tags:
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- selbsthosting
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- nixos
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- git
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Seit etwa 2020 hat mich die Idee fasziniert, meinen *eigenen Server zu betreiben* – also die volle Kontrolle über Daten, Dienste und Medien zu haben. Vor allem auf Reddit, und dort besonders in den Communities [r/selfhosted](https://www.reddit.com/r/selfhosted) und [r/homelab](https://www.reddit.com/r/homelab), habe ich immer wieder spannende Projekte gesehen. Lange blieb das für mich ein Traum – zu wenig Zeit, zu wenig Geld. Aber im April 2024 war es so weit: Mein kleines Selbsthosting-Abenteuer begann.
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## Hardware
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- HP EliteDesk 800 G2 Desktop Mini
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- i5-6500 3,2 Ghz
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- 16 GB RAM
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- 512 GB SSD
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- Preis: 90 €
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- Western Digital My Book USB 3.0
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- 8 TB HDD
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- Preis: 150 €
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Ich hatte ein gutes Angebot für den Mini-PC auf [Mydealz](https://www.mydealz.de/) entdeckt und direkt zugeschlagen. Der EliteDesk ist klein, leise und trotzdem leistungsstark genug für einfache Serverdienste. Gegenüber einem Raspberry Pi bietet er deutlich mehr RAM und Flexibilität.
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Bei der Festplatte war mir wichtig, dass sie **CMR** (Conventional Magnetic Recording) statt **SMR** (Shingled Magnetic Recording) verwendet, da CMR-Platten langlebiger sind – vor allem bei vielen Schreibvorgängen oder im Dauerbetrieb. [Dieser Artikel](https://www.reichelt.de/magazin/ratgeber/smr-cmr-welche-festplatte-eignet-sich-am-besten-fuer-welchen-zweck/) erklärt den Unterschied gut.
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## Software
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- [NixOS](#nixos)
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- [Tailscale](#tailscale)
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- [Jellyfin](#jellyfin)
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- [NextCloud](#nextcloud)
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### NixOS
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Das Betriebssystem meiner Wahl ist [NixOS](https://nixos.org/). Hauptsächlich, weil ich Nix lernen wollte – eine funktionale, deklarative Sprache für Konfiguration und Paketverwaltung. Aber auch abseits davon hat NixOS viele Vorteile als Serverbetriebssystem.
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**Deklarativ** bedeutet: Ich beschreibe in einer Konfigurationsdatei, _was_ das System tun soll – nicht _wie_. Dadurch ist mein Setup reproduzierbar, nachvollziehbar und schnell wiederherstellbar.
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Viele Dienste lassen sich mit nur wenigen Zeilen Code aktivieren. Ich habe [meine Konfiguration](https://github.com/jukremer/nix-config) auf GitHub veröffentlicht, falls jemand reinschauen oder sie als Grundlage verwenden möchte.
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### Tailscale
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[Tailscale](https://tailscale.com/) ist ein Tool, mit dem man ganz einfach ein sicheres, privates Netzwerk (<abbr title="Virtual private network">VPN</abbr>) zwischen seinen Geräten erstellen kann – ganz ohne komplizierte Firewall-Einstellungen oder Portfreigaben.
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Ich nutze es zum Beispiel, um von unterwegs sicher auf meinen Server zuzugreifen. Zusätzlich bietet Tailscale praktische Features wie **Serve** (Webdienste freigeben) und **Funnel** (temporärer externer Zugriff) – beides macht Selbsthosting kinderleicht.
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### Jellyfin
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Der eigentliche Anstoß, einen eigenen Server aufzusetzen, war mein Wunsch nach einer **Medienzentrale**. Über die Jahre habe ich viele Serien und Filme gesammelt. Irgendwann wurde die Sammlung zu groß, um sie einfach auf einer externen Festplatte mitzuführen.
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Mit [Jellyfin](https://jellyfin.org/) ist das Medienmanagement ein Kinderspiel: Die Software durchsucht meine Dateien, lädt automatisch Metadaten wie Cover, Beschreibungen und Trailer herunter und stellt alles in einer hübschen Oberfläche dar – fast wie bei Netflix, nur selbst gehostet.
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Einen Vergleich zu Plex kann ich nicht ziehen, da ich das nie ausprobiert habe. Aber Jellyfin erfüllt für mich alles, was ich brauche.
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### NextCloud
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[Nextcloud](https://nextcloud.com/) ist eine Open-Source-Alternative zu Cloud-Diensten wie Google Drive oder iCloud. Neben Jellyfin war es einer der Hauptgründe für meinen eigenen Server. Ich wollte weg von kommerziellen Cloud-Anbietern, sowohl aus **Datenschutzgründen** als auch, um **unabhängiger** zu sein.
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Mit Nextcloud kann ich Dateien, Fotos und Dokumente speichern, synchronisieren, teilen – alles direkt auf meinem eigenen Server. Auch Kalender, Kontakte und Notizen lassen sich integrieren.
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Die Einrichtung ist allerdings nicht ganz trivial, sogar unter NixOS. Beispielsweise muss man eine konkrete Version von Nextcloud festlegen, die auch manuell aktualisiert werden muss. Zusätzlich verwende ich das Tool [agenix](https://github.com/ryantm/agenix), um sensible Daten wie Passwörter verschlüsselt in meiner Konfiguration zu speichern. Agenix ist an sich ein spannendes Thema für sich, das ich vielleicht in einem eigenen Beitrag vertiefe.
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## Epilog
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Seit Januar ist mein Server abgeschaltet.
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Der Lüfter des Mini-PCs sowie die externe Festplatte liefen dauerhaft – das führte zu einem nicht unerheblichen **Stromverbrauch** und konstantem **Hintergrundrauschen**. Beides ließe sich vermutlich optimieren, z. B. durch bessere Energieeinstellungen oder leisere Hardware. Dazu müsste ich mich aber erst mal reinfuchsen und zudem mehr Geld ausgeben.
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Ein weiterer Grund: Ich habe den Server *kaum genutzt*. Meine iCloud läuft noch, Streaming mache ich momentan wenig und durch begrenztes Datenvolumen ist exzessives Streaming ohnehin keine Option.
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Aber: Ich habe in den letzten 8 Monaten extrem viel gelernt – über Linux, Netzwerke, NixOS, Systemadministration, Sicherheit und mehr. Das Projekt hat mir gezeigt, wie viel man aus einem alten Mini-PC herausholen kann. Vielleicht wird der Server eines Tages reaktiviert – in neuer Form. Für den Moment war es vor allem: *ein spannendes Lernprojekt*.
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Falls du Fragen hast oder selbst mit Selbsthosting starten willst: Schreib mir gern oder schau dir [meine Konfiguration](https://github.com/jukremer/nix-config) auf GitHub an. Vielleicht hilft dir mein Weg ja bei deinem Einstieg.
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